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(Bergische Landeszeitung - 22.11.1999)

Udin d'Art trat auf

Markanter Name für Musiker mit Klasse

ck Odenthal. Udindarre hieß Odenthal im Mittelalter. Dieser markige Name inspirierte den Kammerchor der katholischen Kirchengemeinde bei der Suche nach dem eigenen Namen. "Udin d'Art" nun der ungewöhnliche und damit markante Name.

Bei dem Odenthaler Kammerchor verbindet sich mit diesem Namen auch Qualität. Musikalisch bietet der Chor mehr als manch anderer. Beim Novemberkonzert zum Kirchweihfest reichte das Programm von Bruckner über barocke Musik bis in unsere Zeit. Die Gemeinsamkeit aller Kompositionen lag in ihren kirchlichen Bindungen.

Klarheit und Präzision in der Intonation sind Kardinaltugenden eines jeden Chores. Je sauberer, desto größer die Wirkung der anderen musikalischen Parameter. In "Locus iste" von Anton Bruckner bekam man zunächst den Eindruck, was es heißt, ein romantisches Chorstück in solch einer Präzision zu hören. Die harmonische Entwicklung wird viel klarer und des Komponisten Idee plötzlich greifbar.

Nicht weniger gab es in den barocken Stücken von Zielenski oder bei Monteverdi zu hören. Hier sang Kladeck selbst eine Tenorstimme, schließlich lässt sich ein mit einer Person besetzter Tenor schlecht aufteilen. Die ausgewählten Orgelstücke, gespielt von Annette Koster, Monika Dieter und Thomas Kladeck ließen gewissermaßen Denkpausen zwischen den vokalen Werken.

Das nächste Konzert des Chores, zusammen mit dem Kirchenchor der Gemeinde findet am 16. Januar 2000 statt. Ein Kommen lohnt sich in jedem Falle.